nothing like us

23.1.17


Veränderungen. Sie sind allgegenwärtig. Aber wir mögen sie nicht. Wir haben Angst vor ihnen. Angst davor, dass Dinge auf einmal nicht mehr so sind, wie sie es sonst immer waren. Angst davor, dass wir von ihnen überholt werden. Und dann stehen wir da.
Wissen nicht wer wir sind. Was wir wollen. Was passiert ist.

Auf einmal sind wir erwachsen.
Wann ist das passiert? Oder ist es überhaupt schon passiert?
Es gibt diesen Punkt im Leben, wo wir offiziell erwachsen werden. Dann sind wir alt genug, um zu wählen, um zu trinken, um so lange weg zu bleiben wie wir möchten. Wir sind alt genug geworden – alle erwarten jetzt Verantwortungsbewusstsein, Eigenständigkeit und wahre Größe. Wir haben gerade das Abitur geschafft und dachten die Welt gehöre uns. Nein. Die Welt gehört uns nicht. Es ist noch nicht einmal ein Jahr her. Und jetzt? Wir lachen immer wieder darüber wie einfach das Abitur im Vergleich zum Studium und vor allem zum Leben ist.
Können wir das irgendwie stoppen?
Dieses Erwachsen-werden? Das Leben während der Schulzeit war viel einfacher. Ich vermisse es zwar nicht. Aber einfacher war es.

Wir träumen nicht mehr.
Wir malen uns nicht mehr aus wie die Zukunft aussehen könnte. Weil wir zu sehr damit beschäftigt sind für unsere Zukunft zu arbeiten. Weil wir auf ein Ziel hin arbeiten. Wir haben keine Zeit mehr, darüber nachzudenken. Wir müssen jetzt etwas tun. Dinge anpacken. Alles geben. Lieben. Die süßen Whatsapp Nachrichten und Facebook Glückwünsche reichen nicht mehr. Auf einmal rufen wir unsere Freunde zum Geburtstag an. Oder auch einfach so. Weil sie weit weg von uns wohnen. Stell dir vor, bald haben wir alle eine Festnetznummer. Wir können die Veränderungen nicht aufhalten. Und wir trauen uns nicht, es auszusprechen. Aber realistisch betrachtet, wie lange hält das noch? Wenn wir in diesem Tempo weiterleben?

Wir lösen uns von der Vergangenheit.
Möchten einen Neustart und suchen uns eine neue Persönlichkeit aus. Das Problem ist nur, wenn man die Grenze einmal überschritten hat, ist es unmöglich zurückzugehen. Wer möchte ich wirklich sein? Was ist aus den Träumen geworden? Die Wahrheit ist, dass wir den Veränderungen irgendwann nicht mehr standhalten.
Und dann verfallen wir in alte Muster. Aber es ist nicht mehr so wie früher.
Zu lange weg gewesen. Verlernt. Hin und her gerissen. Auf einmal weiß ich nicht mehr, wer ich bin. Aber vielleicht ist das der Sinn hinter allem. Die ganze Angst, der Schmerz, die Verzweiflung – vielleicht ist es das, was uns antreibt.

Wir reden von Liebe. Von ernsthafter Liebe.
Es gibt kein Gekicher mehr darüber. Wir reden ernsthaft. Wir reden uns nicht mehr ein, wie die perfekte Liebe auszusehen hat. Oder was sie ausmacht. Wir lieben. Wir machen uns abhängig. Aber Abhängigkeiten gehen nie gut aus, denn irgendwann wird das, was uns das Hochgefühl verleiht – egal was es ist – aufhören. Verblassen, nachlassen. Und trotzdem lieben wir. Es tut weh zu wachsen. Wir sind alt genug, um endlich erwachsen zu denken. Aber in Wirklichkeit haben wir doch immer die gleichen Probleme wie mit 15. Wir sehen sie nur aus anderen Blickwinkeln. Und trotzdem bringen sie uns zur Verzweiflung, treiben uns in den nächsten schrecklichen Liebeskummer.
Egal wie sehr uns eine Sache auch verletzt, noch schmerzhafter ist es, sie loszulassen. Glaubst du an wahre Liebe? Ich weiß es nicht. Ich habe an wahre Liebe geglaubt als ich 14 war. Mit 16 wurde das Ganze schon fraglich. Und jetzt? Nein, ich denke nicht. Liebe ist ein Produkt des Gehirns.
Überzeug mich doch vom Gegenteil.
Denn manchmal – manchmal sind Veränderungen alles.

Mantel Esprit | Bluse via sammydress | Hose Esprit | Tasche Hallhuber | Schuhe UGG (Jackee)


Love,
Christina ♥

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22 Kommentare

  1. Ein wirklich sehr schöner Text und ein tolles Outfit.
    Der Mantel ist mein absoluter Favorit.

    Liebe Grüße
    Annika von http://femme-pure.blogspot.de/

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  2. Ich versuche nicht darüber nachzudenken, ob es die große Liebe gibt, sondern lass mich einfach in meiner Gefühlswelt treiben. Etwas einen Stempel aufzudrücken hat für mich noch nie funktioniert.
    Dein Outfit ist echt super, da Pink und Grau eine meiner Lieblingskombis sind! Den Schal habe ich auch :)
    Liebst, Colli
    vom beautyblog tobeyoutiful

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  3. Wunderschöne Bilder!
    Dein Text gibt einem wirklich zu denken..

    Liebste Grüße!

    Katrin, http://k-kingsbridge.blogspot.de

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  4. Toller und tiefsinniger Text.
    Veränderungen sind immer schwierig,aber manchmal führen sie zu Etwas besserem:)

    http://aliceimkleiderschrank.blogspot.de/

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  5. Der Text ist wirklich total schön geschrieben!
    Toller Post :)
    Liebe Grüße,
    Laura von lauraskreativecke

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  6. Wow, der Text ist so gut geschrieben und ich erkenne mich sehr darin wieder. Vor allem der Punkt mit der Festnetznummer hat mich zum Nachdenken angeregt.

    Ich muss sagen, ich glaube an wahre Liebe. Ich bin eine hoffnungslose Romantikerin und fest davon überzeugt, irgendwann DEN Einen zu finden. Allerdings macht mir die Angst vor einer Enttäuschung hier und da sehr zu schaffen, weil ich auch ein Mensch bin, der hoffnungslos viel denkt, haha.

    Tolles Outfit! :)

    liebste Grüße, Nina ♥

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  7. Du siehst klasse aus & hast einen wundervollen Text geschrieben !!


    Liebe Grüße
    Cyra von :
    http://bedeutungsvolle-momente.blogspot.de/

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  8. Der Text ist wirklich wunderschön <3
    Auch die Bilder gefallen mir sehr gut.

    Liebe Grüße
    Megan // clueless-megan.blogspot.de

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  9. Ahh, was für ein tolles Outfit! Mir gefällt der Text unglaublich gut, weiter so :)

    Ganz liebe Grüße, Julia ☾ | www.serendipityblog.de

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  10. was ein wunderschöner Text, ich wünschte ich könnte so gut mit Worten umgehen, aber kann leider nur mit Fotos Geschichten erzählen, da bewundere ich dich echt sehr drum.i
    Ganz liebe Grüße, Paula - 7berchild.com

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  11. So well written!! I really enjoyed reading your post. So are such a talented writer!
    Steal4Style.com

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  12. Das ist wunderbar geschrieben! Ja, Veränderungen sind zwar nötig ... aber beileibe nicht immer einfach. Ich weiß, was Du meinst. Sehr schöner und eleganter Look <3
    xx Rena
    www.dressedwithsoul.com

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